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Von einer, die auszog, um Unternehmerin zu werden

Geposted von Nora Heer am 7. Januar 2019

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Im Laufe unseres Lebens nehmen wir verschiedene Rollen ein. Die Rollenwechsel verändern unsere Sichtweisen und prägen unsere berufliche Entwicklung nachhaltig. Anpassungsfähigkeit und der Wille, Neues zu lernen, sind die Kernkompetenzen unserer Zeit.

Als frischgebackene Gründerin war ich immer noch von meiner bisherigen Rolle geprägt. Als Head of Human Resources eines internationalen Venture Capital Unternehmens war ich intensiv damit beschäftigt, neue Talente an Bord zu bringen. Diesen Talenten Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, war ein weiterer zentraler Fokus meiner Arbeit. Und mir ging es darum, eine positive und konstruktive Teamatmosphäre zu gestalten. Kurz: Es war meine Ambition, das Beste aus jedem in der Organisation herauszuholen.

 

Gründerin zu sein, bedeutet so viel mehr

Als Unternehmerin treibt mich diese Ambition natürlich immer noch an. Aber schon nach kurzer Zeit in meiner neuen Rolle war mir klar, dass HR nur eine von vielen wichtigen Funktion im Unternehmen ist. Wenn es darum geht, ein Unternehmen zu steuern braucht es viel mehr. Neuen Anspruchsgruppen -wie Investoren oder Kunden - gegenüberzustehen, bedeutet auch, neuen Erwartungen gerecht werden zu müssen. Ein Unternehmen unter wirtschaftlichen Aspekten zu führen und das Geschäft zu skalieren, ist ein ganz anderes Paar Schuhe! Mir war immer mehr klar, dass mein Personaler-Horizont bei weitem nicht ausreicht, um meiner neuen Rolle gerecht zu werden.

 

Komfortzone verlassen und Horizont erweitern

Ich habe mich immer darüber gewundert, wie kritisch die Funktion Human Resources allgemein gesehen wird. Ich will nicht in das allgemeine HR-Bashing einstimmen, kann aber heute gut verstehen, warum die Kritik besteht. Viele Personaler leben in einem anderen System, in ihrer eigenen Welt. Heute weiß ich, dass es sich auszahlt, die Komfortzone zu verlassen. Ich habe es am eigenen Leib erlebt, wie erhellend es ist, sich um Erkenntnisse in allen unternehmerischen Bereichen zu bemühen. Es geht nicht nur darum, wie die Menschen im Unternehmen ticken. Es geht auch darum, das wirtschaftliche Gesamtsystem genau und umfassend zu erfassen und zu steuern. Die Horizonterweiterung tut gut. Dies funktioniert aber nur, wenn man bereit ist, seine Komfortzone zu verlassen. Das braucht Mut und Engagement. Nur so können Personaler das bieten, was die Geschäftsführung und die anderen Geschäftsbereiche erwarten: einen strategischen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens. Ich bin froh, dass ich die HR-Brille abgelegt habe.


Nora Heer ist Gründerin und CEO von Loopline Systems. Mit mehr als zehn Jahren Erfahrung im Bereich Personal und Management von Organisationen hat sie den Aufbau unterschiedlichster Unternehmen vom Start-up bis zum Konzern mitgestaltet und begleitet. Dieser Beitrag wurde zuerst auf Xing Branchen-Insider veröffentlicht.

 

Topics: Management & Leadership

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