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Agile Transformation: Mit dem richtigen Mindset die Zukunft erfolgreich gestalten

Geposted von Nora Heer am 31. Oktober 2018

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Führungskonzepte kommen und gehen. Agilität ist das aktuelle Schlagwort, wenn es um moderne Führungskonzepte geht. Ist Agilität also nur ein weiteres überstrapaziertes Buzzword oder lediglich ein kurzlebiger Trend? Davon ist nicht auszugehen. Vielmehr zeichnet sich ab, dass die fortschreitende Digitalisierung traditionelle Paradigmen nachhaltig auf den Kopf stellt. Genauso wie im 19. Jahrhundert die industrielle Revolution die Lebensverhältnisse der Menschen geprägt hat und bis heute prägt. Denn in vielen Unternehmen herrscht auch heute noch ein Führungsverständnis, das für Kontrolle und Abhängigkeit steht. Oben wird gedacht und gesteuert. Unten geht es darum wiederkehrende Routinearbeiten effizient auszuführen. Doch dieser Führungsstil funktioniert heute nicht mehr. Dazu kommt, dass Routinearbeiten mehr und mehr von Maschinen, Robotern oder von Software erledigt werden.

Der Erfolg von Unternehmen wird in unseren hoch dynamischen Zeiten sehr stark durch Innovationen beeinflusst. Das Tempo, mit dem sich Technologien und auch Märkte entwickeln ist so hoch, dass Unternehmen mit starren hierarchischen Strukturen und trägen Entscheidungswegen schlicht nicht mehr mithalten können. Denn heute geht es darum, sich rasch auf veränderte Bedürfnisse von Stakeholdern, Zielgruppen und auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einzustellen. Und eine stark hierarchisch geprägte Unternehmenskultur hat einen weiteren gravierenden Nachteil: Dauerhafte enge Kontrolle bremst das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus! Insbesondere die Generation Y hat andere Erwartungen an ihre Chefs: mehr Coach als Chef, mehr Mentor als Kontrolleur, mehr Vertrauen statt enge Vorgaben.

 

Die moderne Arbeitswelt verlangt nach agilen Methoden

Dass die Digitalisierung unsere private und berufliche Welt dramatisch verändert, bestreitet heute niemand mehr. Genauso unumstritten ist das VUCA-Modell, das die Rahmenbedingungen in der heutigen Welt auf den Punkt beschreibt:

  • Volatility (Unbeständigkeit)
  • Uncertainty (Unsicherheit)
  • Complexity (Komplexität)
  • Ambiguity (Mehrdeutigkeit)

In der Software-Entwicklung werden agile Methoden deshalb schon seit Jahren angewandt, um auf die veränderten Rahmenbedingungen der VUCA-Welt reagieren zu können:

  • Individuelle Fähigkeiten und stetige intensive Interaktion statt definierte Prozesse.
  • Das (schnelle) Ergebnis ist wichtiger als eine detaillierte Dokumentation.
  • Enge Zusammenarbeit mit dem Anwender und  Kundenfokussierung offenbaren Optimierungspotenzial.
  • Auf Veränderung zu reagieren, ist wichtiger, als den Plan einzuhalten.

Was für erfolgreiche Entwicklungsteams gilt, funktioniert auch für ganze Unternehmen, die mit hoher Flexibilität und mit Innovationen auf die veränderten Rahmenbedingungen reagieren müssen. Wenn Unternehmen schneller und flexibler agieren wollen, dann ist es auch notwendig die Arbeitswelt zu verändern. Und da gibt es – gerade hierzulande – viel Potenzial nach oben.

Nur etwa die Hälfte der Unternehmen in unserem Lande glaubt, dass die Digitalisierung eine hohe Relevanz für das eigene Unternehmen darstellt. Und nur 15 Prozent der Unternehmen sind heute in der Lage, umgehend auf Kundenbedarfe zu reagieren. Dazu kommt, dass traditionelle Strukturen und hierarchisches Führungsverständnis noch weit verbreitet sind. Die Macht der Gewohnheit, implizite Erfolgstheorien und Verunsicherung in einer sich schnell verändernden Welt vernebeln den Blick für längst sich vollziehende Veränderungen. Konservativ aufgestellten Unternehmen fällt es deswegen schwer, loszulassen und sich sowohl nach innen wie nach außen zu öffnen. Das könnte sich noch als Achillesferse der heute so erfolgreichen deutschen Wirtschaft erweisen.

 

Erfolgsfaktoren für agile Mitarbeiterführung

Agilität ist in aller Munde, aber die wenigsten Unternehmen sind heute wirklich agil. Eine ausgesprochene Kultur der Transparenz, selbstorganisiertes Arbeiten und Feedback-orientierte Zusammenarbeit sind unabdingbare Grundvoraussetzungen für Agilität. Nur so können Unternehmen der VUCA-Welt begegnen. Damit das klappt, gilt es einige Aspekte zu beachten:

  • Führungskräfte müssen Kompetenzen und Verantwortung an Mitarbeiter und Teams abgeben. Damit treten sie auch Macht ab und ihre Rolle verändert sich.
  • Vertrauen ist der Schmierstoff einer agilen Organisation. Ohne Vertrauen ist Agilität nicht möglich.
  • Interne Prozesse sollten möglichst schlank gestaltet sein. Der stetige Austausch über Stufen und Abteilungen hinweg erlaubt, Probleme schnell zu erkennen und in den Griff zu kriegen, aber auch Ideen für Innovationen schnell aufzunehmen.
  • Je offener eine Organisation auf Neues und Unbekanntes reagiert, desto eher werden Aufgaben unkonventionell und innovativ angegangen.
  • Die Fähigkeit, Entscheidungen ohne zuverlässige Informationsbasis zu treffen, ist in einer komplexen, mehrdeutigen Welt, die sich rasant verändert, eine wichtige Kompetenz geworden.

Der Fokus geht weg vom Management und richtet sich auf den Markt und die Kunden aus.

 

Agile Tools für die moderne Arbeitswelt

Den Fokus konsequent auf den Markt und die Kunden auszurichten, klingt nachvollziehbar und einfach. Je nach Reifegrad des Unternehmens kann der Weg zur agilen Kultur jedoch steinig und weit sein.  Ein autoritär-hierarchisch geprägtes Unternehmen, wird mehr Hürden nehmen müssen als ein Unternehmen, in dem Mitarbeiter schon heute mitentscheiden.

Geeignete Tools helfen, den Weg zur Agilität konsequent zu gehen. Recht weit verbreitet ist Google’s Methode, Ziele zu setzen, zu priorisieren und abgestimmt zu kooperieren: OKR (Objectives and Key Results). Strategische Ziele werden in umsetzbare Teilschritte bis auf Team- oder Individual-Ebene heruntergebrochen. OKRs müssen für jeden im Unternehmen transparent und zwischen den Abteilungen abgestimmt sein. Dass dieser Prozess im Idealfall unter starkem Einbezug der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abläuft, versteht sich von selbst. Bei richtiger Anwendung tragen OKRs definitiv dazu bei, dass sich die Belegschaft aufeinander abgestimmt und transparent um die zentralen Themen kümmert und gleichzeitig die Selbstorganisation von Teams gefördert wird.

Längst gibt es eine Vielzahl von Tools und SaaS-Lösungen, die Unternehmen dabei technisch unterstützen, eine moderne, dezentrale, netzwerkartig angelegte Unternehmenskultur aufzubauen, die agil auf sich ändernde Rahmenbedingungen reagieren kann. Agile Projekt-Management-Software und Tools zur Workflow-Automatisierung erlauben Teams, Aufgaben zu teilen, zu organisieren und den Fortschritt in der Erledigung zu verfolgen – bis auf die individuelle Ebene.

Die Fähigkeit, konstruktives, entwicklungsorientiertes Feedback zu geben und – genauso wichtig – entgegenzunehmen, ist eine grundlegende Kompetenz, über die agile Organisationen auf jeden Fall verfügen müssen. Auch hier gibt es heute geeignete Tools oder SaaS-Lösungen, die es erlauben die Feedbackprozesse zu strukturieren und gesammelte Feedback-Daten schnell und einfach zu erfassen und auszuwerten. Diese Tools ermöglichen, dass sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Feedback geben und aktiv Feedback einholen – zum Beispiel mit 360°-Feedback. Einander zu helfen, besser zu werden und damit seinen Teil zur Entwicklung der Gesamtorganisation beizutragen, ist eine Haltung, die für agile Organisationen unabdingbar ist.

 

Tools und Software alleine genügen nicht, auf das Mindset kommt es an!

Die Nutzung einer Software oder der Einsatz von modernen Tools macht ein Unternehmen noch lange nicht agil. Kultureller Wandel braucht Zeit und kann nicht von oben diktiert werden. Agile Kompetenzen lassen sich auch nur bedingt schulen, denn es geht vor allem darum, Werte zu vermitteln. In Schulungen und Trainings können wichtige Impulse gegeben werden. Und es ist sicher sehr sinnvoll zu vermitteln, was bei Feedback oder bei der Vereinbarung von Zielen zu beachten ist. Echte Veränderung entsteht aber vor allem in Reflexions-Räumen und im Rahmen des reflektieren täglichen Tuns.

Im Kern geht es vor allem um eines: Die Haltung oder Neudeutsch – das Mindset! Agilität als modernes Lippenbekenntnis vor dem Hintergrund überholten hierarchischen Denkens und Agierens bringt Unternehmen keinen Schritt weiter und verwirrt die Belegschaft.

 

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Topics: Management & Leadership

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