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Nora Heer im Handelsblatt Expertenrat zum Thema "Management-Methoden für die Politik - Warum die GroKo eine GrOKRo sein sollte"

Geposted von Nora Heer am 4. April 2018

 

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Mit Zielen zu führen ist eine bewährte Management-Methode. Der neuen Bundesregierung ist jedoch eine Weiterentwicklung zu empfehlen: OKR.

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Kabinettstreffen 

Merkel und ihr Team brauchen mehr Glaubwürdigkeit. (Foto: AP)

 
Das Führen mit Zielen ist eine seit Jahrzehnten gebräuchliche Management-Methode, bekannt unter dem Kürzel MbO (Management by Objectives). MbO hat jedoch in der heutigen Zeit einen nicht unerheblichen Nachteil: Unternehmensziele werden von der Führungsebene festgelegt und dann, einem Top-down-Ansatz folgend, an die Teams und Mitarbeiter der nachgelagerten Ebenen weitergegeben. MbO entspricht also eher einem klassischen hierarchischen Führungsverständnis. Eine Methode zum „Durchregieren“.

Es verwundert deshalb nicht, dass dieser Führungsstil gerade in der Digitalwirtschaft einer Verjüngungskur unterzogen wurde – mit OKR. OKR (Objectives and Key Results), zuerst bei Intel eingeführt, wird insbesondere bei Google erfolgreich eingesetzt und gehört quasi zur DNA des Internetgiganten.

OKR ist – genauso wie das klassische Führen mit Zielen – ein Rahmenwerk zur Zielsetzung (Objectives) und zur Messung von Ergebniskennzahlen (Key Results). Der Unterschied zu MbO betrifft nicht das „Was?“, sondern das „Wie?“. Bei OKR geht es um einen strukturierten Zielfindungsprozess unter Einbezug aller Beteiligten und Anspruchsgruppen, nicht um ein kaskadiertes Zieldiktat. Ein wichtiger Unterschied besteht auch darin, dass der Prozess absolut transparent abläuft, also für alle Beteiligten jederzeit einsehbar ist.

Das hat gewichtige Vorteile: Die Kommunikation wird intensiviert und verbessert – nach innen wie nach außen. Dazu kommt, dass die Methode strikt ergebnisorientiert ist. (Schnelle) Resultate sind wichtig, nicht der Prozess.

Mit dem Koalitionsvertrag hat die neue schwarz-rote Regierung wenn auch keine Vision, so doch zumindest eine strategische Zielausrichtung formuliert. In vielen Punkten ist der Vertrag vage, sodass die ausgehandelten Ziele im Rahmen von Arbeitsgruppen konkretisiert werden müssen. OKR bietet sich dafür als agile Methode an. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • hohe Transparenz
  • disziplinierter Fokus auf das zu Erreichende
  • Raum für Selbstorganisation und kreative Lösungen
 

Viele wichtige Zukunftsthemen lassen sich nicht einem Ministerium zuordnen. Das Thema Digitalisierung zum Beispiel ist für alle relevant. OKR garantiert, dass die Linke weiß, was die Rechte tut, ermöglicht jederzeit volle Transparenz und breiten Einbezug und hinterlässt kein ungutes Gefühl, dass eine Seite alles bestimmt. Die neue Große Koalition kann davon nur profitieren.

 
Hier geht es zum Artikel.

Topics: Management & Leadership

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